EURO war beherrschendes Thema

SPD-Ortsverein hielt Aufklärungsversammlung im Gasthof ,,Stich'n”

 

 

Der EURO und was er uns bringt, war das Thema bei der jüngsten Sitzung des SPD-Ortsvereins im Gasthof ,,Stich'n”. Hierzu konnte SPD-Ortsvorsitzender Johannes Plößner besonders Herbert Benkhardt, Direktor der Sparkasse Grafenwöhr, sowie den Euroexperten der Vereinigten Sparkassen, H. Brandl aus Luhe begrüßen.

Europa und die Europäische Währungsunion ist ein beherrschendes Thema. Wir alle sind von diesem Thema betroffen und müssen uns damit auseinandersetzen. Die Sparkasse begrüßt es, daß sie bei der SPD über die Europapolitik sprechen kann. Der Referent des Abends erläuterte den Zeitplan bis zum Bargeldumtausch im ,,Big-Bang" Verfahren. Die Annäherungsbedingungen mit den für Deutschland derzeit kritischen Positionen der Beschränkungen der öffentlichen Neuverschuldung von 3 % und der Gesamtschulden von 60 % des Bruttoinlandsprodukts wurden betrachtet. Weiter wurden auf den Aufbau und die Organe der europäischen Zentralbank, mit Sitz in Frankfurt, sowie die Chancen und Risiken des EURO eingegangen. Auch nach 1999 ist im Rahmen des Stabilitätspaktes dafür Vorsorge getroffen, daß die Teilnehmerländer eine disziplinierte Haushaltspolitik betreiben. Sanktionen wären die Folge, sollte dies nicht der Fall sein. Die Zuhörerinnen und Zuhörer konnten die Auswirkungen auf Preise und Löhne, ihre Sparguthaben, ihre Pfandbriefe, die Aktien und Kredite sowie die Lebensversicherungen und den Haus- und Grundbesitz erfahren.

Die anschließende Diskussion zeigte ein sehr starkes Interesse an den Auswirkungen des EURO. Dabei ging es darum, daß eine große politische Unsicherheit in der Bevölkerung durch gegensätzliche Aussagen von Politikern und Experten erzeugt wird. Die Doppelwährungsphase im ersten Halbjahr 2002, in der neben der DM auch der EURO gesetzliches Zahlungsmittel ist, wird in der täglichen Praxis beim Bäcker und beim Metzger sowie bei Überweisungsaufträgen zu Problemen führen. Auch bestehende Verträge und deren Umsetzung, zum Beispiel Mietverträge, sind von der Umstellung betroffen.

Bei den Steuern wird bis zum Jahre 2002 die D-Mark als Währungseinheit benutzt, anders kann es dagegen bei den Abgaben für die Müllabfuhr, den Kanal und Wassergebühren werden. Hier könnte bereits früher auf den EURO umgestiegen werden. Wichtig aber ist auch, daß Kommunale Infrastrukturen sich am Bedarf der Bürger und nicht am Zeitplan des EURO orientieren sollten.

Zu betonen ist auch, daß die Währungsumstellung keine Währungsreform ist, die wir als Deutsche in diesem Jahrhundert bereits zweimal als Folge verlorener Kriege erleben mußten.

 


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